Die Steuern

Ehegatten werden nur dann für die Berechnung der von ihnen zu zahlenden Steuern zusammen veranlagt und können so die im Regelfall bestehenden Vorteile des sog. Ehegattensplittings wahrnehmen, wenn sie nicht dauernd getrennt leben. In dem Jahr, in dem die Trennung erfolgte, darf der Splittingvorteil noch in Anspruch genommen werden.

Ist ein Ehegatte zur Zahlung von Unterhalt verpflichtet, so muss er sämtliche mögliche Steuerfreibeträge und sonstige steuerliche Vorteile, die er erlangen kann, auch wahrnehmen. Tut er dies nicht, so wird er dennoch unterhaltsrechtlich so behandelt als ob der es getan hätte.

Steuerrückzahlungen sind unterhaltsrechtlich Einkommen. Sie werden als Einkommen in dem Jahr angerechnet, in dem die Erstattung erfolgt.

Jeder Ehegatte kann die von ihm getragenen Scheidungskosten und Kosten anderer familienrechtlicher Verfahren als außergewöhnliche Belastungen steuerlich geltend machen.

Zu berücksichtigen ist, dass die steuerlichen Änderungen nach einer Trennung zu Anfang des nächsten Kalenderjahres eintreten.

Die Steuerklassen werden also ab dem 1. Januar des auf die Trennung folgenden Jahres geändert.

Im Jahr der Trennung können die Eheleute also auch noch das Ehegattensplitting in Anspruch nehmen.

Die Kosten der Ehescheidung können als Sonderausgaben im Rahmen der Steuererklärung berücksichtigt werden.